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	<title>Open Mind Blog &#187; Richard Mottram</title>
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	<description>Politik, IT, Linux, Open Source, Server &#38; mehr</description>
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		<title>Zensur f&#252;r mehr Sicherheit?</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Jul 2008 22:36:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Pachali</dc:creator>
				<category><![CDATA[innere Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Richard Mottram]]></category>
		<category><![CDATA[Robert B. Laughlin]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
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		<category><![CDATA[Zensur]]></category>

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		<description><![CDATA[Einen doch ziemlich seltsamen Vorschalg um mehr Sicherheit vor Terroranschlägen zu erreichen hat laut einem Bericht des Spiegel der britische Geheimdienstexperte Richard Mottram gemacht. Mottram fordert eine strenge Regulierung (andere nennen es Zensur) der Wissenschaft. Seiner Ansicht nach wäre es &#8230; <a href="http://blog.markus-pachali.de/2008/07/25/zensur-fuer-mehr-sicherheit/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Einen doch ziemlich seltsamen Vorschalg um mehr Sicherheit vor Terroranschlägen zu erreichen hat laut einem <a href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,567104,00.html">Bericht des Spiegel</a> der britische Geheimdienstexperte Richard Mottram gemacht. Mottram fordert eine strenge Regulierung (andere nennen es Zensur) der Wissenschaft. Seiner Ansicht nach wäre es von Vorteil, wenn Wissenschaftler nicht mehr in Bereichen Forschen würden bei denen die Ergebnisse der Forschungen Terroristen hilfreich sein könnten Terroranschläge zum Beispiel mit neuen biologischen oder chemischen Krankheitserregern durchzuführen. &#8220;<em>Es ist eine heikle Tatsache, dass Wissenschaftler, Ingenieure und Mediziner eine wichtige Rolle als Terroristen spielen [...] Es besteht das Risiko, dass ungenügend regulierte Forschungsaktivitäten und die unbeschränkte Weitergabe von Wissen die terroristische Bedrohung in ihren schlimmsten Formen bedeutend verstärken,</em>&#8221; so Mottram in einem Vortrag beim European Science Open Forum in Barcelona.</p>
<p style="text-align: justify;">Auf den aller ersten Blick mag Herr Mottram da vielleicht recht haben, wenn man Sachen nicht erschafft, dann kann man sie auch nicht verwenden um damit Terroranschläge zu verüben. Aber wie gesagt nur auf den aller ersten Blick. Denkt man mal ein kleines bisschen darüber nach fällt einem ganz schnell auf, dass sich soetwas in der Praxis nicht umsetzen lässt und man es auch besser nicht anstreben sollte. Sicher, man könnte entsprechende Gesetze erlassen die Forschungsarbeit in entsprechenden Bereichen verbieten oder stark einschränken, aber was hätte dies für Folgen? Nun ich denke die gravierendste Folge wäre, dass dadurch auch verhindert wird, dass man sich so nicht mehr effektiv gegen Angriffe mit entsprechenden Waffen biologischer oder chemischer Natur schützen oder zumindest darauf reagieren kann. Nur weil in einigen Ländern nicht mehr geforscht wird heißt das nicht, dass das in anderen Ländern auch der Fall ist und erst recht nicht, dass Terroristen &#8211; oder von diesen bezahlte Wissenschaftler &#8211; sich auch daran halten. Davon auszugehen wäre mehr als nur naiv &#8211; es wäre verantwortungslos und gefährlich.</p>
<p style="text-align: justify;">Um sich vor Angriffen mit biologischen oder chemischen Waffen schützen zu können, zum Beispiel durch Schutzimpfungen, müssen Wissenschaftler die Waffen erst einmal haben um Impfstoffe oder Medikamente entwickeln und testen zu können. Verhindert man die Forschung an den möglichen Waffen an sich verhindert man so auch gleichzeitig die Entwicklung und Erforschung von Gegenmitteln. Das eine zu erlauben und das andere zu verbieten ist nicht möglich, man muss sich entscheiden was man will, entweder beides oder nichts.</p>
<p style="text-align: justify;">Man kann denke ich davon ausgehen, dass sich nicht alle Länder an einer solchen Maßnahme beteiligen würden. Dies würde dazu führen, dass Wissenschaftler die weiterhin in diesem Bereich forschen wollen in die Länder abwandern in denen weiterhin geforscht werden darf, daraus können große Nachteile für den Wirtschaftsstandort in den Ländern in denen die Forschung verboten ist entstehen, aber auf für das Bildungswesen, man darf schließlich nicht vergessen, dass einige Wissenschaftler auch gleichzeitig Dozenten an Hochschulen oder Universitäten sind. Aus Angst etwas verbotenes zu tun würden einige Wissenschaftler sicherlich auch , weil sich ihr Forschungsbereich in einer rechtlichen Grauzohne befindet, die Forschung in bestimmten Bereichen sein lassen. Auch dies ist in vielerlei Hinsicht nicht gerade förderlich.</p>
<p style="text-align: justify;">Eine aufgeklärte Gesellschaft wie die unsere eine ist sollte sich eigentlich nicht wirklich mit solchen Fragen befassen, da sie wissen sollte welche Gefahren solche Maßnahmen bergen. Bei einigen Menschen ist dies jedoch leider nicht der Fall wie es scheint. Wo sich unteranderem die Risiken von Zensur und Blockade von Wissen befinden kann man <a href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,546441,00.html">in diesem Artikel</a> von Physik-Nobelpreisträger Robert B. Laughlin nachlesen. Solche Ideen sollten also am besten ganz schnell wieder in die Schublade verschwinden aus der sie gekommen sind. Wobei es natürlich nicht schaden kann wenn sie eine Gesellschaft ab und zu &#8211; auf theoretischer Ebene &#8211; mit der Thematik Zensur beschäftigt um festzustellen, dass diese wesentlich mehr Schaden als Nutzen hat. Hoffen wir, dass auch die Leute die in unserem Namen Entscheidungen treffen das so sehen&#8230;</p>
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