Open Mind Blog

Keine Meldung wert

by Markus Pachali on Mar.02, 2009, under Ausland, Owl-Content, innere Sicherheit, Überwachung

Aus einem bei Wikileaks veröffentlichten internen FBI-Dokument geht hervor, dass Ende vergangenen Jahres im US-Bundesstaat Maine ein Mann von seiner Ehefrau erschossen wurde der plante eine sogenannte “Schmutzige Bombe” zu bauen. Im Besitz des Mannes befanden sich alle nötigen Materialien – die in den USA alle frei erhätlich sind. Den zuständigen Behörden war dies keine Meldung wert.

Der Fund der Materialien würde sich doch eigentlich wunderbar anbieten um noch weitere Überwachungsmaßnahmen zu fordern. Einen besseren Beweis “für die große Gefahr von Nuklearterrorismus” gibt nicht – abgesehen von einer explodierenden Bombe. Die Geschichte hat nur einen kleinen aber ausschlaggebenden Haken. Der Mann kam weder aus dem nahen Osten, noch gehörte er dem islamischen Glauben an. Der Mann war sehr wahrscheinlich ein weißer Rassist.

Der Fall zeigt sehr gut die Schwächen der doch ach so tollen Überwachungsmaßnahmen auf. Fast alle Maßnahmen richten sich auf ein Täterprofil, das eines Täters mit islamistischem Hintergrund, dabei wird immer wieder übersehen, dass die Gefahr von Terroranschlägen auch aus ganz anderen Richtungen kommen kann. Das ist vermutlich auch der Grund warum mit dem Fund in Maine nicht an die Öffentlichkeit gegangen wurde, man hätte zugeben müssen, dass die Maßnahmen sinnlos sind und keinen Schutz bieten.

via: Jonathan Stray

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