Vor ein paar Tagen war es endlich soweit, mein neues Notebook ist eingetrudelt, es handelt sich um ein Dell inspriron 1520. Von den Lieferproblemen von denen man in letzter Zeit öfters was gehört hat habe ich übrigens nicht wirklich was gemerkt. Drei Wochen nach Bestellung war das Gerät da.
Hier mal ein kurzer Überblick über die technischen Daten des Geräts:
- CPU: Intel Core2Duo T7100 1,8GHz
- RAM: 2BG DDR2 667MHz
- HDD: 160GB 5400rpm Samsung
- Grafikkarte: Nvidia GeForce 8400GS 128MB
- WLAN: Intel Pro Wireless 3954 abg
- LAN: Broadcom Corporation BCM4401-B0
- Sound: Intel Corporation 82801H (ICH8 Family) HD Audio Controller
Da ich nicht so der Freund von Windows Vista bin, hab ich mich entschieden auf dem Notebook ausschließlich Kubuntu Feisty Fawn 7.04 zu installieren. Da ich dabei einige Hürden nehmen musste, für deren überwindung vielleicht nicht jeder auf Anhieb eine Lösung findet, will ich hier einmal beschreiben, wie die Installation abläuft, und was man machen muss, damit alles läuft.
Wie gesagt, es gab ein paar Hürden zu nehmen. Die erste war, dass die LiveCD von der ich eigentlich installieren wollte nicht startete, was daran lag, das die grafikkarte zwar richtig erkannt wurde, aber noch keine Treiberunterstützung auf der Live-CD war, die Installation musste also mittels der Alternate-CD erfolgen. An der Art der Installation sieht man ganz deutlich, wo (K)Ubuntu seine Wurzeln hat, bei Debian. Auf die einzelnen Schritte der Installation gehe ich jetzt nicht weiter ein, dazu findet sich hier eine Anleitung.
Wenn die Installation abgeschlossen ist, wird ein Neustart durchgeführt. Allerdings kann jetzt noch nicht in die grafische Oberfläche gestartet werden, da ja wie bereits erwähnt der Treiber nicht funktioniert. Um in eine grafische Oberfläche starten zu können muss man zuerst den Treiber auf vesa umstellen. Dazu startet man Kubuntu im Recoverymode in eine Shell, dort öffnet man mit einem Texteditor wie z.B. vim oder nano die Datei /etc/X11/xorg.conf und sucht nach nv und ersetzt es durch vesa. Anschließend wird die Datei gespeichert und ein Neustart durchgeführt. Jetzt sollte auch die grafische Oberfläche funktionieren, allerdings noch in einer Auflösung von 1024×768. Bevor dies geändert wird sollten erst alle Updates installiert und das System neugestartet werden.
Nach dem Neustart installiert man envy und damit dann die Treiber für die Grafikkarte. Nach dem Neustart hat man eventuell immer noch nicht die richtige Auflösung, die ändert man, in dem man auf der Kommandozeile (Startmenü -> System -> Konsole) sudo nvidia-settings aufruft und dort in der “X Server Display Configuration” die richtige Auflösung einstellt, anschließend die Einstellungen übernehmen und in der Config-Datei von X-Org speichern.
Das DVD-Laufwerk wird leider nicht automatisch erkannt, hier muss ein bisschen nachgeholfen werden. dazu einfach auf der Konsole sudo modprobe piix und anschließend die Datei /etc/modules mit einem Editor mit root-Rechten öffnen und dort in einer neuen Zeile piix eintragen. Anschließend sollte das Laufwerk funktionieren.
Ich hatte das Problem, dass sich der KNetworkmanager nicht starten ließ, warum weiß ich nicht genau. Ich habe dann einfach Wicd installiert, welches die Funktionen des KNetworkmanagers übernommen hat, und meiner Meinung nach wesentlich besser ist. Dieses lies sich problemlos starten und ich konnte das LAN und auch das WLAN (mit WPA2) problemlos konfigurieren.
Hier noch ein paar weitere Infos:
- Die Multimediatasten funktionieren alle, getestet bis jetzt mit Amarok
- Horizontales scrollen mit dem Touchpad funktioniert nicht
- mit der Beta von Gutsy Gibbon wird die Soundkarte nicht erkannt (scheint ein Bug im Kernel zu sein)
- Helligkeitsreglung funktioniert
- Bluetooth funktioniert
- der Ziffernblock via Fn scheint nicht zu funktionieren
- USB funktioniert
- Card-Reader bis jetzt nur mit SD-Karte getestet –> funktioniert
- Brenner: funktioniert
- IEEE1394: noch nicht getestet
- Modem: noch nicht getestet (angeblich bietet Dell Treiber an)
Wenn ich noch irgendwas vergessen haben sollte, jemand Infos zu den Sachen hat, die ich noch nicht getestet habe, oder Fragen offengeblieben sind, bitte einfach über die Kommentare melden.
Ja mit den Lieferproblemen kann man dann aber noch leben immerhin ist es angekommen nach so einer Zeit ich hingegen konnte 2 monate warten und musste mich immer wieder mit e-mails abfinden bitte haben sie gedult es wird in kürze eintreffen und sowas alles da war ich echt stinkig drüber….
In der Hinsicht kann ich nur empfehlen bei Dell immer telefonisch zu bestellen. Man bekommt (auch als Privatkunde) einen festen Ansprechpartner, kann über den Preis noch ein bisschen verhandeln (ca. 50Euro waren bei mir noch drinnen) und bei Lieferproblemen kann man dann zumindest mal erfragen warum es denn so lange dauert und was genau fehlt.