Laut einem Bericht von heise online hat ein Hacker unter dem Pseudonym DEranged in einem Blog die Zugangsdaten zu E-Mailkonten von 100 Regierungsstellen veröffentlicht. Betroffen sind größtenteils Botschaften von Ost-Europäischen bzw. asiatischen Staaten. Darunter sind unter anderem Indien, Usbekistan, Kasachstan und China.
Wenn man sich die Liste der Passwörter mal anguckt, dann wundert es einen nicht sonderlich, das Regierungen immer wieder mit solchen und ähnlichen Problemen zu tun haben. Hier mal ein paar Beispiele einiger Passwörter: “1234″, password+1″ “Name + einige Zahlen”, “Vorname”, etc. Alles jeweils ohne die “”. Aber man muss auch sagen, dass es auch “sichere” Passwörter in der Liste zu finden gibt, welche aus einem Passwortgenerator zu stammen scheinen.
Ob es gut oder schlecht ist, dass diese Daten veröffentlicht worden sind, ist sicherlich eine fragliche Sache. Einerseits sind solche Aktionen meist die einzige Möglichkeit die entsprechenden Stellen auf Sicherheitsrisiken aufmerksam zu machen, andererseits kann es durch die Veröffentlichung auch dazu kommen, dass Menschenleben in Gefahr geraten (unter den Daten sind u.a. auch welche von Organisationen, deren Namen nach Bürgerrechtsbewegungen in China klingen). Alles in allem also eine komplizierte Sache, zu der wohl jeder seine eigene Meinung hat.
Einen Link zu den Daten kann ich hier leider nicht veröffentlichen, da dies aufgrund der Zensurmaßnahmen der deutschen Bundesregierung verboten ist (vgl. §202c StGB).