Dem ein oder anderen ist es vielleicht aufgefallen, in den letzten Tagen war der Blog nicht erreichbar. Das lag daran, dass der Server nach einer Neuinstallation geschrien hat. (Die durchgehenden Upgrades seit Debian 3.1 waren wohl nicht ganz das richtige Mittel). Von der technischen Seite läuft das wichtigste jetzt wieder stabil.
Bei der ganzen Aktion sind leider einige Daten unter die Räder gekommen, da gleich mehrere der Backupmechanismen auf die ich mich verlassen hatte einfach versagt haben. Um die Daten ist es schade, aber ich habe daraus gelernt und werde mich auf die entsprechenden Mechanismen nicht mehr verlassen, sondern selber etwas entwickeln, das hoffentlich zuverlässiger arbeitet.
Die meisten kennen das Video bestimmt schon, aber für die die es noch nicht kennen jetzt auch noch mal hier:
Das Wall Street Journal hat in seiner Online-Ausgabe einen Artikel über Zensur im Netz in China undwestlichen Demokratien veröffentlicht, auch die Situation in Deutschland wird angesprochen:
In Germany, Internet users and civil liberties groups are fighting proposed legislation mandating a national censorship system. The Bundestag votes today on a bill authorizing German police to establish and maintain a list of Web sites that Internet service providers would be required to block. In a petition against the bill, German civil liberties groups call it “untransparent and uncontrollable, since the ‘block lists’ cannot be inspected, nor are the criteria for putting a Web site on the list properly defined.” These concerns aren’t unfounded: Some German politicians have already suggested extending the block list to Islamist Web sites, video games and gambling Web sites, while book publishers have suggested it would also be nice to block file-sharing sites too.
Hier geht’s zum ganzen Artikel.
Ich habe das schöne Wetter am Wochenende genutzt und bin mal mit meiner Kamera los gezogen und hab hier am schönen Niederrhein bei Krefeld ein paar Fotos gemacht. Das hier ist unter anderem dabei raus gekommen. Ein Klick auf die Bilder vergrößert sie.
Burg Linn
Ein Kornfeld
Sonnenschein am Niederrhein bei Krefeld
Mehr Fotos gibts bei Flickr.
Welche Webseiten aufgerufen werden, wird zwar (noch) nicht gespeichert, aber ansonsten ein sehr gutes Video.
Die Pläne der Bundesregierung zur Netzzensur sehen vor, dass die Zugriffe auf die Stoppseiten mitgeloggt und an das BKA übermittelt werden. Das BKA soll dann Ermittlungen wegen versuchter Beschaffung von Kinderpornographie einleiten. Genügend Beispiele im Ausland haben gezeigt, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis auf den Zensurlisten auch Webseiten landen, die mit keine Kinderpornographie enthalten. Jeder der versucht auf diese Seiten zuzugreifen würde dann im Visier des BKA stehen. Solange die Zensurmaßnahmen “nur” auf DNS-Ebene stattfinden und von den Providern keine weiteren Maßnahmen getroffen werden (müssen) lässt sich jedoch relativ einfach überprüfen ob sich eine Webseite auf der Zensurliste befindet: Das Ergebnis, dass die DNS-Abfragen beim Provider liefert, muss mit dem Ergebnis, dass eine DNS-Abfrage bei einem vertrauenswürdigen nicht zensierenden DNS-Server liefert, verglichen werden.
Eine Webseite, die genau dies macht habe ich in den letzten Tagen geschrieben. Die Seite befindet sich noch im Beta-Stadium und unterstützt bis jetzt nur sehr wenige Provider. Um die Unterstützung für weitere Provider zu implementieren brauche ich eure Hilfe. Wer die IP-Adressen von Providern kennt, die noch nicht in der Liste stehen kann diese gerne in die Kommentare posten, ich werde die Provider dann so schnell wie möglich in die Liste aufnehmen.
Hier gehts zum Zensurcheck.